Raspbian: Microsoft Repository auskommentieren

Bei meinem letzten Update von Raspbian wurde ungefragt ein Microsoft Repository eingerichtet.

Ich habe die Quelle erstmal über die Datei vscode.list auskommentiert.

sudo nano /etc/apt/sources.list.d/vscode.list

#deb [arch=amd64,arm64,armhf] http://packages.microsoft.com/repos/code stable main

Friendica auf Debian 10 Buster installieren

Ich habe mir Friendica auf meinem Debian 10 Server installiert. Friendica ist Mein soziales Netzwerk. Als Power-User hoste ich mir wichtige Dinge selbst und so auch mein soziales Netzwerk.

Den Apachen installieren

Ich werwende den Apache als Webserver im Internet.

sudo apt install apache2

Ein Let’s Encrypt-Zertifikat einrichten

Das Let’s Encrypt-Paket für den Apache installieren

sudo apt install python-certbot-apache

Danach wird der Client gestartet.

sudo certbot --apache

Hierbei arbeitet man die Installationsroutine durch. Die möglichen Eingaben sind 1,2,Y oder N. Die entsprechende Domain ist anzugeben und man tippt eine valide Mail-Adresse ein und bestätigt die zukünftige Weiterleitung der Anfragen auf SSL. Das so erstellte Zertifikat liegt im Verzeichnis /etc/letsencrypt/live/domain.tld/.

Virtual Hosts konfigurieren

Ich erstelle mir in /etc/apache2/sites-available die Datei friendica-ssl.conf mit folgendem Inhalt.

 # PORT 443 SSL CONFIG
# *******************



DocumentRoot /var/www/html/friendica/
ServerName example.com
ErrorLog /var/log/apache2/error.log
LogLevel warn
CustomLog /var/log/apache2/access.log combined

<Directory "/var/www/html/friendica/">
Options +Includes
Options +FollowSymLinks -Indexes
AllowOverride All


Include      /etc/letsencrypt/options-ssl-apache.conf
SSLCertificateFile /etc/letsencrypt/live/example.com/fullchain.pem
SSLCertificateKeyFile /etc/letsencrypt/live/example.com/privkey.pem




# PORT 80 REDIRECT CONFIG
# ***********************


        ServerName example.com
        ServerAdmin webmaster@localhost
        DocumentRoot /var/www/html/friendica/
        
        Options Indexes FollowSymLinks MultiViews
        AllowOverride All
        Require all granted
        
        ErrorLog /var/log/apache2/error.log
        LogLevel warn
        CustomLog /var/log/apache2/access.log combined
        ServerSignature On
RewriteEngine on
#RewriteCond %{SERVER_NAME} =example.com
#RewriteRule ^ https://%{SERVER_NAME}%{REQUEST_URI} [END,NE,R=permanent]
    RewriteCond %{REQUEST_URI} !^/\.well-known/acme-challenge
    RewriteRule ^/(.*) https://%{HTTP_HOST}/$1 [R=301;L,NE]

 

Die Zeile AllowOverride All sorgt dafür das der Apache die .htaccess Datei auswertet.

Nun wird der neuer Virtual Host aktiviert.

 sudo a2ensite friendica-ssl.conf 

Datenbank anlegen

Ich verwende MariaDB

sudo apt install mariadb-server

Während der Installation wird das Passwort für den User root angezeigt. Dieses sollte man sich notieren und speichern.

root@server# mysql -u root
mysql> CREATE DATABASE friendica;
mysql> CREATE USER 'friend' IDENTIFIED BY 'tollespasswort';
mysql> FLUSH PRIVILEGES;
mysql> quit

Hat man Probleme die Datenbank zu nutzen, sollte man den Artikel root-Login-Problem mit MariaDB im Kofler Blog durchlesen.


Mailserver Exim

Mailserver exim4 installieren.

sudo apt install exim4-daemon-light

exim4 konfigurieren

sudo dpkg-reconfigure exim4-config

siehe für Details auf gambaru.de Nur versenden: Mailserver mit Debian und Exim.


Installation der nötigen Pakete für Friendica

Es werden PHP-Pakete und ein git Paket installiert. Mit git wird später Friendica von der Projektseite in das Verzeichniss des Webservers geklont.

sudo apt install php7.3 php7.3-curl php7.3-gd php7.3-mysql php7.3-xml php-mbstring php7.3-imagick git-core

Installieren von Friendica und den Addons

root@server# cd /var/www/html
git clone -b stable https://github.com/friendica/friendica.git
cd friendica
cp .htacces-dist .htaccess
root@server /var/www/html/friendica 
git clone https://github.com/friendica/friendica-addons.git addon

Setzen der Rechte

root@server# chown user:www-data /var/www/html/friendica/view/smarty3
root@server# chmod g+w /var/www/html/friendica/view/smarty3

Cronjob einrichten

Damit nun Friendica immer bei den Nachrichten auf dem neuesten Stand ist, sollte noch ein Cronjob, alle 5 Minuten, eingerichtet werden.

root@server:~# sudo -u www-data crontab -e
*/5 * * * * cd /var/www/html/friendica/; /usr/bin/php bin/worker.php

Fazit

So in etwa verlief meine Installation von Friendica. Der Artikel soll einen ungefähren Eindruck vermitteln, welche Schritte zur Installation von Friendica notwendig sind. Es ist jedoch keine copy and paste Anleitung.

Bei der Installation sollte auch der eigene Kopf benutzt werden.

Viel Spaß mit Friendica.

PinePhone: Updateproblem in Mobian

Ich betreibe mein Mobian im Dualboot zu Ubuntu Touch auf einer MicroSD-Karte im PinePhone.

Mobian auf dem PinePhone mit Posh-Oberfläche
Posh Oberfläche

Bisher hatte ich mein Mobian über die GUI bedient. Updates spielte ich über die App Software ein. Gestern erhielt ich dort folgende Fehlermeldung:

The following packages have unmet dependencies:

Das Problem löste ich, in dem ich das Update im Terminal per apt installierte. Die Terminal-App in Mobian heißt King’s Cross.

mobian@mobian:~$ sudo apt update && sudo apt upgrade && sudo apt autoremove

Nun läuft wieder alles so wie es soll.

Gopherspace

Auf der Suche nach dem verlorenen Internet.
Gopher ist ein altes Protokoll im Internet. Dieses gewinnt in letzter Zeit wieder mehr an Popularität und nicht erst, seitdem die taz.de ihre Inhalte auch per gopher verteilt.
Ich surfe mit Lynx im Gopherspace.

lynx gopher://taz.de:70/1

Gopher hat eine feste Fanbase. Wer per gopher surft, wird vielleicht spüren was gemeint ist. Es gibt keinen Schnickschnack, sondern Inhalt pur!

Es folgen einige Gopher-Links:

Die Suchmaschine Veronica-2.

gopher://gopher.floodgap.com:70/1/v2

Die Seite von Elias gefällt mir sehr gut.

gopher://gopher.tamagothi.de

Im Gopherspace wird auch gespielt.

gopher://telnetgames.de

Fazit der Gopherrunde 20.02.2020; interessierte User wollen sich später in der c-base treffen, um sich weiter mit Gopfer zu beschäftigen.

Kein YouTube mehr

Hallo YouTuber und neuer Videoersteller. Ich möchte nicht auf YouTube gehen müssen um deine Videos sehen zu können. Warum? Mich stört die Werbung und das Tracking von Google. Wenn dir das egal ist und du keine Verantwortung für dein Videomaterial übernehmen möchtest, dann sehe ich dir nicht mehr zu!

In Zeiten von HTML 5 kann man seine Videos einfach selbst hosten, ganz ohne Plattform eines großen Konzerns. Ich mache das so: Meine Videos

Wenn du sehr viele Zuschauer erwartest, könntest du deine Videos auch per PeerTube verteilen.

Über PeerTube: PeerTube ist eine föderierte Videostreamingplattform basierend auf dem ActivityPub-Protokoll, die WebTorrent P2P-Technologie direkt im Browser verwendet. Für weitere Informationen besuche https://joinpeertube.org

PeerTube durchsuchen

Die vielen verschiedenen PeerTube-Instanzen lassen sich auch durchsuchen.

https://search.joinpeertube.org/

Du musst also nicht unbedingt wissen, auf welcher Instanz dein Lieblingsvideo liegt. Suche einfach nach dem Namen, Videobeschreibung, hashtag usw.

PinePhone: SSH auf Ubuntu Touch

Ich nutze SSH auf meinem PinePhone, um administrative Aufgaben zu erledigen oder um Daten zwischen meinem Computer und dem PinePhone zu übertragen. Auf dem PC habe ich mir ebenfalls den User phablet erstellt, sowie einen Public-Key.

Zuerst starte ich den SSH-Dienst auf dem PinePhone.

sudo service ssh start

Ich übertrage auf dem PinePhone den Public-Key von meinem PC auf das Phone.

scp phablet@ip(pc):/home/phablet/.ssh/id_rsa.pub /home/phablet/.ssh/authorized_keys

Und weil das so schön ist, kopiere ich mir noch ein Lied und ein Video auf das PinePhone.

scp phablet@ip(pc):/home/phablet/Musik/tollesLied.mp3 /home/phablet/Music
scp phablet@ip(pc):/home/phablet/Videos/tollesVideo.mp4 /home/phablet/Videos

Da nun auf meinem PinePhone der Public-Key von meinem PC liegt, kann ich mich vom PC aus per ssh auf dem Smartphone einloggen.

ssh phablet@ip(pinephone)

sagt der ssh-client am PC:

ssh: connect to host ip(pinephone) port 22: No route to host

So starte ich den SSH-Dienst auf dem PinePhone über das Terminal neu.

Stop

sudo service ssh stop

Start

sudo service ssh start

oder gleich mit einem Restart

sudo service ssh restart

Der erste User am PinePhone heißt phablet und ist in der Gruppe sudo und kann Root-Rechte erlangen. Es ist aber nicht möglich die Konfiguration des SSH-Servers über die Datei /etc/ssh/sshd_config zu ändern.

Da wir den Public-Key auf das PinePhone, mit dem Befehl scp kopiert bekommen haben, sehe ich dafür auch keinen Anlass.

Viel Spaß mit SSH und dem PinePhone. 🙂

PinePhone: Mein Linux-Smartphone

Ich habe nun endlich ein richtiges Linux-Smartphone.

Der Postbote hat mir mein PinePhone in der Community Edition: UBports an die Wohnungstür geliefert. Ich musste noch 46,09€ für den Zoll nachzahlen.

PINE64-PinePhone
morph-browser

Meine ersten Eindrücke von dem Gerät sind sehr gut. Ubuntu Touch ist in dieser Edition auf dem Gerät vorinstalliert.

Die Einrichtung des Systems war Ubuntu-typisch; also sehr einfach. Mein ersten Bootvorgang nahm ich vom Gerät vor und testete später den Boot von der MicroSD-Karte. Es geht also ein Dualboot; wenn man so will.

Ich werde in der nächsten Zeit das Gerät und verschiedene Distributionen testen und Anleitungen verfassen.
Für die ganz Neugierigen sei gesagt:
-Telefon und SMS per SIM-Karte funzt

PinePhone mit Ubuntu Touch
PinePhone Vorder- und Rückseite

Das PinePhone ist ein von Pine64 entwickeltes Smartphone auf dem verschiedene Linux Distributionen lauffähig sind. Viele Komponenten werden angeschraubt und nicht verlötet, so kann das Telefon leicht zerlegt werden kann. Einzelne Bauteile (wie z.B Akku und Kamera) können ausgetauscht werden.

Es sollte jedem klar sein, dass noch nicht alle Funktionen in der GUI laufen. Mein Eindruck des Entwicklungsstandes der Linux-Smartphones-Distributionen, ist vergleichbar, wie Linux auf dem Desktop vor 15 Jahren.
Damals sind viele Computernutzer auf Linux umgestiegen und dadurch haben sich die Desktops sehr schnell weiter entwickelt.
Ein ähnliche Entwicklung sehe ich nun auch für die Linux-Smartphones. Denn bis zum PinePhone, gab es bisher überhaupt gar keine Hardware für Linux-Smartphones.

Das PinePhone wurde bisher in zwei Versionen vertrieben.

– PinePhone Brave Heart

– PinePhone in der Community Edition: UBports

Von einer einlegbaren MicroSD-Karte kann ein Betriebssystem gebootet werden. Das PinePhone in der Community Edition ubports wird mit vorinstallierten Ubuntu Touch ausgeliefert.

Eine MicroSD-Karte mit einem Image bestücken

Wenn auf dem PinePhone(Brave Heart) noch kein Betriebssystem installiert ist, kann man Ubuntu Touch von einer MicroSD-Karte booten. Dazu lädt man sich Ubuntu Touch auf seinen Computer von der UBports-Webseite herunter und entpackt dort das Image.

Im nächsten Schritt wird das Image mit dd auf eine MicroSD-Karte geschrieben.

sudo dd if=/home/andi/Downloads/ubuntu-touch-pinephone.img of=/dev/sdb1; sync

Nun kann die MicroSD-Karte in das PinePhone eingelegt werden und der Einschaltknopf betätigt werden. Ubuntu Touch bootet nun von der Karte.

SIM und MicroSD-Karte einlegen

Kartenschacht: SIM und MicroSD-Karte

Der Kartenschacht befindet in der oberen rechten Ecke des Akkuschachtes. Der Schacht hat zwei übereinander liegende Einschübe. Zuerst steckt man die Micro-SIM Card in den unteren Bereich des Schachtes ein und darüber die MicroSD-Karte.

Dualboot

Da bei dem PinePhone eine Installation auf dem Gerät möglich ist und das Gerät auch über den MicroSD-Karten-Slot booten kann; ist ein Dualboot möglich. Nutzer die PinePhone in der Community Edition ubports haben, haben bereits Ubuntu Touch auf ihrem Gerät installiert. Möchte der UbuntuUser wissen wie weit z.B. postmarketOS mit der Entwicklung der Software für das PinePhone ist, so kann er diese per Dualboot testen. Das Vorgehen ist das gleiche, wie beim Abschnitt: Eine MicroSD-Karte mit einem Image bestücken

Image herunterladen von der http://images.postmarketos.org/pinephone/ .

Image mit dd auf die MicroSD-Karte schreiben.

sudo dd if=/home/andi/Downloads/pine-pinephone-20200228-plasma.img of=/dev/sdb1; sync

Nun kann die MicroSD-Karte in das PinePhone eingelegt werden und der Einschaltknopf betätigt werden. postmarketOS mit Plasma bootet nun auf dem Smartphone von der Karte.

Um auf dem Laufenden zum PinePhone mit Ubuntu Touch zu bleiben, lies das Wiki! https://wiki.ubuntuusers.de/PinePhone/